Die Bestattung


Der Tod und der Abschied von einer lieben Person ist ein Ereignis, das in seiner Intensität wohl nur mit einer Geburt verglichen werden kann. Damals hatte die Mutter die Augen auch voller Tränen. Es waren Tränen der Freude, dass das Kind jetzt da ist, aber auch Tränen des Schmerzes.
Sozusagen Freud und Leid in der gleichen Träne. Dieses Miteinander macht alles so einmalig,
und auch so echt.

Genau so echt und einmalig wie es die verstorbene Person war,
darf auch ihre Abschiedsfeier sein.
Freud und Leid sollen hier Platz haben dürfen und ihren Ausdruck finden.
Dieses Gleichgewicht nicht immer leicht zu finden. Genau dies macht es aber aus,
dass aus einer Abdankung eine Feier werden kann.

Eine Beerdigung findet meistens am Wohnort des Verstorbenen statt.
Jede politische Gemeinde hat die Aufgabe, für alle BewohnerInnen gleich welcher Konfession
eine schickliche Bestattung zu ermöglichen. Das heisst, ein Grab als auch eine Abdankungshalle
zur Verfügung zu stellen. Die Friedhöfe wie auch die Abdankungshallen stehen allen Religionen offen, insbesondere auch Konfessionslosen und deren Angehörigen.

Eine Abschiedsfeier kann überall stattfinden, in einer Kirche, in einer Abdankungshalle,
in einem schönen Saal, auf einem Schiff oder draussen in der Natur. Schön ist es, wenn zu Beginn die Gäste von den Angehörigen persönlich begrüsst werden. So kann vermieden werden, dass nachher alle auf einmal kondolieren wollen. Es wirkt zudem auch viel persönlicher.
Es ist auch sehr wohltuend, wenn der Sarg oder die Urne während der Feier anwesend sind.
Dadurch wird es auch möglich, die verstorbene Person gemeinsam zum Grab begleiten.
Auf vielen Friedhöfen ist die Reihenfolge aber gerade umgekehrt. Es wird behauptet, dass den heutigen Menschen der Anblick eines Sarges oder einer Urne nicht mehr zugemutet werden könne.
In Wirklichkeit geht es aber bloss um eine Vereinfachung der Arbeitsabläufe.

Eine Urne kann an verschiedenen Orten beigesetzt werden.
Sei dies in einem bestehenden Grab zu einem Sarg, in einem eigenen Urnengrab, in einer Mauernische, oder auch in einem der immer beliebter werdenden Gemeinschaftsgräber.
In der Schweiz können die Angehörigen zudem über eine Urne verfügen. Darum ist es möglich,
die Asche bei sich zu Hause aufzubewahren oder auch irgendwo in der freien Natur beizusetzen.
Seit kurzem stellen einige Gemeinden dafür einen Teil ihres Gemeindewaldes zur Verfügung.
Eine weitere Möglichkeit sind auch die verschiedenen Friedwälder. Viele Menschen möchten
ihre Asche an einem Ort ruhen lassen, mit dem sie zu Lebzeiten verbunden waren.
Wie auch immer, ich helfe Ihnen gerne, Ihren eigenen Wunsch zu verwirklichen.


Überlegen Sie sich in aller Ruhe, was für Sie selber und ihre Angehörigen das Richtige ist.
Geben Sie dann dem Bestattungsamt Ihre Wünsche bekannt. Die Beamten sind für Sie da
und werden sicher tun, was sie können.
Nehmen Sie sich bei all dem die Zeit, die Sie dazu brauchen, und lassen Sie sich von niemandem drängen. Eine Urnenbeisetzung kann ohne weiteres erst in ein oder zwei Wochen statt finden.